Cd Cd Vollmondmeditation

Selbstgeführte Gemeinschaftsmeditation

Liebe Freunde,

im Namen meiner Lehrer Swami Rama und Swami Veda Bharati lade ich Euch zusammen mit dem Team des Agni Verlags herzlich ein, der weltweiten Vollmond-Meditation, wo immer ihr seid, beizuwohnen. Zu jedem Vollmond versammeln sich alle spirituellen Freunde, um eine Stunde oder solange wie es euch möglich ist, in stiller Kontemplation und Konzentration auf das persönliche Mantra oder das universelle Mantra SO in der Einatmung und HAM in der Ausatmung zu verweilen. Auf diese Weise vereinen wir uns als spirituelle Freunde und ermutigen uns gegenseitig, wo immer wir sind, spirituelle Freundeskreise mit dem Ziel der gegenseitigen Würdigung, des gegenseitigen Zuhörens und des gemeinsamen Lernens zu bilden. Die gemeinsame Stille der Vollmondnacht jeweils zwischen 21 und 22 Uhr wird uns dabei auf wundersame Weise vereinigen. In liebevoller Verbundenheit wünsche ich euch eine erbauende stille Stunde, Mut und Inspiration.

Herzlichst, Euer
Wolfgang Bischoff

Die monatlichen Vollmondtexte zur  Vollmondmeditation findest du jeweils unter folgenden Links

Hinweis zur Festlegung des Datums

Ab sofort liegen die Termine der Vollmondmeditation auf dem Datum des kalendarischen Vollmondes für Deutschland, Österreich und Schweiz.

Warum die Anpassung?

Ganz einfach, um Verwirrungen zu vermeiden und es euch und uns allen einfacher zu machen, die Gruppenmeditation zum Vollmond auf dem Schirm zu behalten. Wir alle leben „volle“ Leben – manchgmal im besseren Sinn, manchmal im anstrengenden Sinn. Eine Lehre der Meister des Himalayas lautet, immer lebenspraktisch zu handeln und nicht an Dogmen anzuhängen. Der praktischte Ansatz ist daher der kalendarische Vollmond, der für uns alle unmittelbar in Kalendern, Wetter-Apps, usw. leicht nachzusehen ist. Weiterhin bleibt diese Seite mit den Terminen für die kommenden Monate aktiv.

Aber weichen wir dann nicht vom energetischen Vollmond (Purnima) ab?

Jein, denn wenn man dem ursprünglichen Konzept folgt, die Meditation auf den Abend des Purnima-Tages zu legen, fällt die Meditation in den meisten Fällen bereits in die Zeit nach dem Vollmondzeitpunkt. Energetisch ist dies die Periode (Tithi), die Krishna Pratipada Tithi genannt wird. Dies entspricht einer lunaren Energie, die nach innen zentriert ist und daher für die Gruppenmeditation sehr gut passt. Nur in wenigen Fällen fiel und fällt nach der ursprünglichen Festlegung durch Swami Veda der Meditationszeitraum auf Purnima Tithi (die eigentliche  energetischen Zeitspanne des Vollmondes), deren lunare Energie eher expansiv, aufsteigend und nach außen gerichtet ist – dieser Aspekt entspräche eher einer Gruppenmeditation „für die Welt“. Als Individuen in einer herausfordernden Welt, wird uns die lunare Energie von Krishna Pratipada im Durchschnitt einen besseren Dienst für die Gruppenmeditation tun.

Das schöne und der Vorteil unserer Vereinfachung

Krishna Pratipada ist genau die lunare Energieperiode, die auch am Kalendarischen Vollmond von 21 bis 22 Uhr konsistent vorherrscht (es könnte wenige Ausnahmen geben, die weniger als einmal pro Jahr auftauchen – bis Ende 2027 gibt es z.B. keine Ausnahme).

Was sind die genauen energetischen Aspekte der lunaren Periode von Krishna Pratipada ?

Der Wendepunkt: Die Qualität von Krishna Pratipada

Mit dem Erreichen der exakten Vollmond-Opposition vollzieht sich im Mondzyklus ein leiser, aber tiefgreifender Wandel. Krishna Pratipada, die erste Phase des abnehmenden Mondes, markiert den Moment, in dem die maximale Ausdehnung der Vollmondenergie umschlägt. Die expansive Kraft des Aufbaus kommt zur Ruhe und verwandelt sich in eine sanfte, sammelnde Bewegung nach innen. Im feinstofflichen Modell des Yoga zieht sich das Prana aus der Peripherie zurück: Die feurige, nach oben strebende Dynamik weicht einer beruhigenden, erdenden Energie (Samana und Apana Vayu), die Raum für Integration, Stille und energetische Verdauung schafft.

Integration im abendlichen Zeitfenster

Wenn wir uns am kalendarischen Vollmondtag zur gemeinsamen Meditation von 21 bis 22 Uhr zusammenfinden, befinden wir uns astronomisch bereits in dieser ersten abnehmenden Phase. Das ist energetisch ein großer Vorteil: Während die Stunden vor dem exakten Vollmond oft von hoher emotionaler Dynamik oder Unruhe geprägt sind, schenkt uns das abendliche Zeitfenster eine natürliche Welle der Zentrierung. Das Feld hat seinen Höhepunkt überschritten und lädt uns ein, nicht mehr nach Weite zu greifen, sondern,  Soma zu empfangen – die nährende, kühlende Kraft des Mondlichts – und dies tief im eigenen System zu verankern.

Praxis für die dezentrale Gruppenmeditation

Für unsere zeitgleiche Meditation, bei der jede und jeder an seinem eigenen Ort sitzt, bietet diese Tithi-Qualität ein tragfähiges Fundament. Sie verbindet uns nicht über ekstatische Ausdehnung, sondern über eine tiefe, gemeinsame Stille. Anstatt die Energie in die oberen Zentren zu forcieren, richtet sich der Fokus ganz natürlich auf das Herz- oder Nabelzentrum sowie den ruhigen, gleichmäßigen Atem. So wird die Abendstunde zu einem kraftvollen Ritual des Innehaltens: Wir nutzen das kollektive Feld, um die Erkenntnisse und Schwingungen des Vollmonds fest in unserem Körper und Bewusstsein zu verankern.

Was sind im Vergleich die energetischen Aspekte der lunaren Periode von Purnima Tithi?

Hinweis: Will man die Phase von Purnama Tithi zur Abendzeit „erwischen“, muss man in der Regel den Abend vor dem kalendarischen Vollmondtag wählen. Aber Achtung, dies ist nur eine grobe Richtlinie. Die genauen Zeiträume von Purnama Tithi muss man aus dem vedischen lunisolaren Kalender (siehe hier) ablesen!

Die Fülle des Lichts: Die Qualität von Purnima Tithi

Purnima Tithi, die Phase unmittelbar vor der exakten Zeit des astronomischen Vollmonds, bildet den energetischen Höhepunkt des gesamten Mondzyklus. In diesem Zeitfenster stehen sich Sonne und Mond in vollkommener Opposition gegenüber und bringen die feinstoffliche Ebene zu maximaler Entfaltung. Im Yoga entspricht diese Phase einem Zustand höchster Illumination: Das Geistige (Manas) wird vollständig vom Licht des Bewusstseins durchflutet. Die Lebensenergie (Prana) strebt auf natürliche Weise nach oben (Urdhva-gati) und aktiviert die höheren Zentren. Es ist eine Zeit des Überflusses, des inneren Nektars (Soma) und der grenzenlosen Ausdehnung.

Das Potenzial für eine Gruppenmeditation

Falls du selbst einmal eine Gruppenmeditation zum Wohl der Welt ausrichten möchtest, nutze doch den energetischen Vollmond – also exakt im Zeitfenster der Purnima Tithi vor oder zum Höchststand der Opposition. Hier steht dir ein außergewöhnlich kraftvolles Feld zur Verfügung. Die aufsteigende Welle dieser Phase wirkt wie ein natürlicher Verstärker für jede geistige Ausrichtung. Gruppen, die in diesem Fenster zusammenkommen, erleben oft mühelose Absorption, kollektive Resonanz und ein starkes Gefühl der Verbundenheit. Es ist der ideale Moment für Herzzentrierung, gemeinsames Chanten, Mantrapraxis und das Erfahren von Weite, die über das individuelle Selbst hinausreicht.

Eine unterstützende Kraft für das kollektive Wohl

Diese expansive, lichtvolle Energie eignet sich in besonderem Maße dafür, als Gruppe eine gemeinsame, heilsame Intention „für die Welt“ zu formulieren und auszusenden. Da die feinstofflichen Kanäle in Purnima Tithi weit geöffnet sind und das Bewusstsein leicht in die Hingabe findet, kann die gebündelte Aufmerksamkeit der Meditierenden wie ein Ausstrahlungszentrum wirken. Ob als Friedensmeditation, zur Stärkung des kollektiven Mitgefühls oder als Ausrichtung auf das Wohl aller Wesen (Lokah Samastah Sukhino Bhavantu): Die Energie des energetischen Vollmonds verleiht uneigennützigen Wünschen eine besondere Tragweite und schenkt der Gruppe die Erfahrung, Teil eines größeren, lichtvollen Ganzen zu sein.

Über Purnima (Vollmondzeit) im vedischen lunisolaren Kalender

Für alle, die es noch genauer wissen möchten

Die Vollmondzeit ist astronomisch eindeutig festgelegt als der exakte Zeitpunkt, an dem Mond und Sonne einander am Himmel genau gegenüberstehen (180° ekliptikale Längendifferenz), und wird weltweit in UTC angegeben. Da der bürgerliche Kalendertag jedoch von der lokalen Zeitzone abhängt, kann derselbe Vollmondmoment je nach geografischem Bezugspunkt auf unterschiedliche Kalenderdaten fallen: Fällt der Vollmondzeitpunkt beispielsweise in Indien  (IST, UTC+5:30) auf den frühen Morgen, entspricht dies in Mitteleuropa (MEZ/MESZ, UTC+1 bzw. UTC+2) aufgrund der Zeitverschiebung häufig noch dem späten Abend des vorherigen Kalendertages. Dadurch kann ein Vollmond, der astronomisch ein einziger, exakt definierter Zeitpunkt ist, im gebräuchlichen Kalender in Mitteleuropa und in Indien unterschiedlichen Daten zugeordnet werden, obwohl beide Beobachtungen auf denselben globalen Vollmond verweisen.

Purnima ist kein Zeitpunkt, sondern ein astronomischer und energetischer Zeitraum

Im vedischen Lunisolarkalender (auch als hinduistischer Kalender bezeichnet) wird die Purnima-Dauer nicht als einzelner Zeitpunkt, sondern als Zeitspanne oder Tithi festgelegt. Eine Tithi entspricht 1/30 des gesamten 360°-Durchgangs eines Mondzyklus, also den letzten 12°. Purnima-Tithi ist dementsprechend der 15. Mondzyklus-Anteil der hellen Monatshälfte (Shukla Paksha) und beginnt in dem Moment, in dem der Winkelabstand zwischen Mond und Sonne 168° erreicht, und endet, sobald dieser Winkel 180° überschreitet. Nach der Überschreitung von 180° ist der Mond abnehmend und es beginnt die dunklere Hälfte (Krishna Paksha) des Monats mit dem ersten Tag oder der ersten Tithi dieser Hälte: genannt Pratipada Tithi, d.h. den nächsten 12° des Mondlaufs nach Purnima Tithi. Beginn und Ende jeder Tithi werden astronomisch berechnet und lokal (für einen konkreten geografischen Ort) angegeben, weshalb sich Datum und Uhrzeiten regional entlang der Längengrade unterscheiden. Entscheidend ist dabei nicht der bürgerliche Kalendertag, sondern welche Tithi beim lokalen Sonnenaufgang aktiv ist – diese Regel bestimmt, welchem Tag die Purnima im religiösen Gebrauch zugeordnet wird, sodass eine Purnima je nach Ort auf zwei verschiedene Kalendertage fallen oder nur einen Teil eines Tages dauern kann.

Kein Dogma sondern geschicktes, lebenspraktisches Handeln

Die spirituelle Schulung der Himalaya-Tradition beruht zwar auf der vedischen Weisheit, liegt jedoch jenseits aller religiösen Doktrine. Daher haben wir uns entschlossen, die Vollmond-Meditation auf den kalendarischen Vollmond zu legen. Der Zeitraum von 21 bis 22 Uhr entspricht für Mitteleuropa (mit Referenzort Hamburg) der  energetischen Konstellation Krishna Pratipada, sprich, der Periode, die unmittelbar nach dem Vollmondhöhepunkt folgt.

Die Vollmond-Termine für die kommenden Monate

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